USCHI BRACKER
MALEREI UND GRAFIK

14. bis 20. Juni 2020


  • Zeichnung

Der vierte Platz
Viola Richter-Jügens,
www.viola-richter-juergens.de

#Museum Wilhelm Morgner - #Publikumspreisverleihung

Die Ausstellung „Die Erben Wilhelm Morgners“, die im Februar eröffnet wurde, endet am nächsten Sonntag, 21. Juni. Am 7. Juni wurde der Publikumspreis aus 600 ausgewerteten Stimmzetteln ermittelt. Den Preis gewann eine Künstlerin mit der „Kuh Erika“. Immerhin war ich unter den ersten vier Anwärter*innen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Wenn sich auch ein Preis gut in meiner künstlerischen Vita gemacht hätte. Aber eine Freundin meinte, es sind ja noch viele Chancen auf einen Preis möglich.

Das gibt mir den Anlass, über Anerkennung nachzudenken. Viele Fachbücher dokumentieren, dass für den künstlerischen Erfolg das Gesehenwerden wichtig ist. Bewahrt die Malerin ihre Arbeiten im Keller auf und zeigt sie niemandem, arbeitet sie für sich allein. Niemand nimmt wahr, womit sie beschäftigt ist, wie sie denkt und fühlt, ähnlich wie bei der Hausarbeit. Deutlich wird diese erst, wenn sie nicht oder schlecht erledigt wird.

Mit meiner künstlerischen Arbeit kann ich dagegen zeigen, wer ich bin und was in mir steckt.  Ich muss allerdings den Mut aufbringen, meine Werke öffentlich auszustellen. Die Reaktionen der Betrachter*innen lösen Zuversicht und Selbstvertrauen in mir aus. Selten wurde mir in der Vergangenheit Anerkennung auf diese Weise zuteil. In meiner Malerei geht es endlich wirklich nur um mich und meine Einstellung zum Leben. Wenn sich daraus ergibt, Gleichgesinnte zu finden, macht es auch weiterhin Sinn für mich, nach Anerkennung für meine Kunst zu streben.