USCHI BRACKER
MALEREI UND GRAFIK

27. September bis 3. Oktober 2020












Bewegung


Wartestapel und Bewegung

In dieser Woche hatte ich gleich zwei Termine in Bielefeld, bei einem Treffen mit Künstlerkolleginnen sollte es um die Ausstellungen in der nächsten Zeit gehen. Die Neubrandenburger schickten uns per Mail die Nachricht, dass unsere für 2020 geplante Ausstellung ins Jahr 2022 verschoben wird. Alle anderen Bewerbungen liegen auf dem Wartestapel. Bis dahin wollen wir uns etwas anderes überlegen, uns bald wieder treffen, um in konkretere Planungen einzusteigen. Die Ungewissheit ist nur schwer zu etragen, aber es bleibt uns nichts weiter übrig, als zu arbeiten und Geduld aufzubringen. Ganz aufgeben wollen wir unsere Ausstellungstätigkeiten schließlich nicht.

Der zweite Termin in Bielefeld war eine Kooperationsveranstaltung des Kunstvereins Bielefeld und des Künstlerinnenforums, die eigentlich im Rahmen des internationalen Frauentages stattfinden sollte, jedoch wegen Corona ausgefallen ist. Wir besuchten die aktuelle Ausstellung „The immanent horizon“ und lauschten anschließend dem Vortrag einer äußerst sympathischen Referentin von der Uni Bielefeld: „Frauen-Blicke – Ausstellen als feministische Praxis". Für mich ganz wesentlich war ihre Aussage, dass Künstlerinnen nur durch Ausstellungen sichtbar werden und Aufmerksamkeit erreichen, um sich neben den männlichen Kollegen in der Kunstszene behaupten zu können. Das bedeutet für meinen Kolleginnenkreis, beweglich zu bleiben, uns nicht entmutigen zu lassen und Corona nicht als Ende unserer künstlerischen Aktivitäten zu begreifen.

Die Bewegung liegt sinnbildlich im Kornfeld, das sich im Wind bewegt, wächst und seine reifen Körner nährend in die Welt bringt.

Inhaltsverzeichnis Kolumne