USCHI BRACKER
MALEREI UND GRAFIK

7. bis 13. Juni 2020

Foto: Viola Richter-Jürgens

#Ausstellungsaufbau

Am Mittwoch trafen wir uns um 10 Uhr in Melle vor der Tür der Alten Posthalterei, sechs Künstlerinnen mit MuNaske, dem Mindestabstand von 1,5 m und ohne Umarmung zur Begrüßung. Aber froh, uns mal wiedersehen zu können. Bevor wir ins lang vermisste Gespräch miteinander kamen, war Ausladen der Kunstwerke angesagt. Die Schutzhüllen wurden abgenommen und in den Vorraum verfrachtet. Ich fühle immer das gleiche, wie und wo finden wir nur den perfekten Platz für jede Arbeit. Aber erstmal mit einem Kaffee oder Wasser die Lage besprechen. Dann geht es ans Werk, die einzelnen Arbeiten müssen angeschaut, an einen Platz gebracht, wieder umgestellt werden und so weiter. Um 14 Uhr soll die Presse kommen, es ist 13.45 Uhr, zwei Bilder werden schnell gehängt. „Hast du einen Text für Herrn Schuster vorbereitet? Der will immer was in der Hand haben.“ Diesmal hatte ich nichts dabei, meine Aufgaben wurden vorher erledigt. Macht nichts, ich schreibe schnell was zusammen – gesagt, getan. Die letzten Buchstaben, die Kolleginnen rufen zum Foto. Als ich mein Geschreibsel abgeben will:“ Wir brauchen nur noch Fotos, die Texte sind schon geschrieben. Sie hatten uns doch alles geschickt.“ Na gut, nicht nachdenken, arbeiten, wir wollen heute fertig werden, niemand hat morgen Zeit. Um 17 Uhr saßen wir in der Eisdiele, total ausgepowert und erschöpft, an 2 Tischen mit 1,5 m Abstand. Hatten ein gutes Gefühl, die Ausstellung macht einen guten Eindruck, obwohl uns die Beurteilung schwer fällt, zu oft hatten wir schauen müssen.

Die Bestätigung kommt am nächsten Tag, die Presse besuchte mit der Büroleitung unsere Ausstellung und war total begeistert. Alle teilnehmenden Künstlerinnen sollen einzeln mit Text und Foto nacheinander in der Zeitung vorgestellt werden. Ich freue mich über das Lob und gelobe, die Sachen einzusammeln und weiterzugeben, noch ist meine Arbeit also nicht erledigt für Klima.Wandel in der Alten Posthalterei Melle.