USCHI BRACKER
MALEREI UND GRAFIK

1. bis 30. November 2020



Lockdown der zweiten Welle

Corona hat uns wieder fest im Griff, im ganzen Land werden Bars, Restaurants, Theater, Kinos und Sportstätten geschlossen, Kontakte sollen auf das Notwendigste beschränkt werden. Maximal zehn Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen. Meine Mutter darf im Wattenscheider Krankenhaus keinen Besuch mehr empfangen, alle Insassen werden regelmäßig getestet. Meine Enkelin muss noch bis Dienstag in Quarantäne bleiben, eine Erzieherin in ihrer Kita hatte sich infiziert. Am Freitag kam die uns sehr erleichternde Nachricht, dass Laras Test negativ ausgefallen ist. Auf meinem Smartphone meldet die Corona Warnapp zum ersten Mal eine Begegnung mit niedrigem Risiko, was bedeutet, dass mir jemand begegnet ist, die/der später positiv auf Corona getestet wurde. Das Virus kommt also näher. Es ist gut, dass wir uns irgendwie an den Zustand der Vorsicht und Achtsamkeit gewöhnt haben, trotzdem will ich so wenig Kontakt nach außen wie möglich.

Wie im Frühjahr die Sonne und die aufbrechende Natur genießen wir es auch jetzt, uns draußen zu bewegen. Am vergangenen Wochenende wanderten wir durch die Farbigkeit der herbstlichen Laubwälder im Eggegebirge. Morgens im Nebel waren wir fast ganz allein, erst mittags auf dem Rückweg trafen wir die ersten Wanderer.

Zuhause angekommen, telefonierten wir mit unseren Verwandten in Schleswig Holstein, um unser Familientreffen im November in Bütjebüll abzusagen. Feiern wollten wir die Bachelors unserer Neffen und Nichte, die ihr Studium beendet haben und mit neuen Jobs den nächsten Lebensabschnitt beginnen. Seit langem freuten wir uns schon auf die Geschichten der jungen Menschen, die neugierig und optimistisch in die Zukunft schauen. Wann kann wohl ein nächstes Treffen stattfinden? Die Uniabsolventen werden jedenfalls an einem anderen Punkt ihres Berufslebens stehen, ihre Sicht wird eine andere sein, als  in diesem Moment.

Hauptsache ist, wir bleiben gesund!